Note 1: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: #vrtD+3u4N
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Fehlerreduktion Las-Vegas
Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der nie eine falsche Antwort gibt, aber zuweilen '???' ausgibt, mit \(\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \varepsilon\).
Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder ein Wert verschieden von '???' ausgegeben wird (und diesen Wert dann ebenfalls ausgibt) oder bis
\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\] mal '???' ausgegeben wurde (und dann '???' ausgibt). Dann gilt:
\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Fehlerreduktion Las-Vegas
Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der nie eine falsche Antwort gibt, aber zuweilen '???' ausgibt, mit \(\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \varepsilon\).
Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder ein Wert verschieden von '???' ausgegeben wird (und diesen Wert dann ebenfalls ausgibt) oder bis
\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\] mal '???' ausgegeben wurde (und dann '???' ausgibt). Dann gilt:
\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
Beweisskizze: Pr[\(A_\delta\) gibt '???' aus] \(\leq (1-\varepsilon)^N \leq e^{-\varepsilon N} \leq \delta\) für \(N \geq \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1}\), via \(1 - x \leq e^{-x}\).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Fehlerreduktion Las-Vegas</b> <br>Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der nie eine falsche Antwort gibt, aber zuweilen '???' ausgibt, mit \(\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \varepsilon\).<br><br>Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder ein Wert verschieden von '???' ausgegeben wird (und diesen Wert dann ebenfalls ausgibt) oder bis <br>\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\] mal '???' ausgegeben wurde (und dann '???' ausgibt). Dann gilt:<br>\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq {{c2::1 - \delta}}.\] |
| Extra |
|
Beweisskizze: Pr[\(A_\delta\) gibt '???' aus] \(\leq (1-\varepsilon)^N \leq e^{-\varepsilon N} \leq \delta\) für \(N \geq \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1}\), via \(1 - x \leq e^{-x}\). |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 2: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: +N@/D$lVm_
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Selektionsproblem: Bestimme in einer Folge \((A[1], \ldots, A[n])\) paarweise verschiedener Zahlen den
\(k\)-kleinsten Wert.
Naiver Ansatz: Sortieren + Index, Laufzeit
\(O(n \log n)\).
Schneller geht es mit
QuickSelect (erwartet
\(O(n)\)):
QuickSelect(A, ℓ, r, k):
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r})
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
if t = ℓ + k - 1: return A[t] # gefunden
else if t > ℓ + k - 1:
return QuickSelect(A, ℓ, t-1, k) # links
else:
return QuickSelect(A, t+1, r, k - t) # rechts
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Selektionsproblem: Bestimme in einer Folge \((A[1], \ldots, A[n])\) paarweise verschiedener Zahlen den
\(k\)-kleinsten Wert.
Naiver Ansatz: Sortieren + Index, Laufzeit
\(O(n \log n)\).
Schneller geht es mit
QuickSelect (erwartet
\(O(n)\)):
QuickSelect(A, ℓ, r, k):
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r})
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
if t = ℓ + k - 1: return A[t] # gefunden
else if t > ℓ + k - 1:
return QuickSelect(A, ℓ, t-1, k) # links
else:
return QuickSelect(A, t+1, r, k - t) # rechts
Im Gegensatz zu QuickSort rekursiert QuickSelect nur in eine der beiden Hälften (oder gibt direkt zurück, falls Pivot bereits an der gesuchten Position liegt). Das macht den Unterschied zwischen \(O(n \log n)\) und \(O(n)\) erwartet.
Bei einem Aufruf von QuickSelect ist die Anzahl Vergleiche \(T = \sum_{i=1}^{N} (r_i - \ell_i)\), wobei \(N\) die Anzahl Partition-Aufrufe ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Selektionsproblem:</b> Bestimme in einer Folge \((A[1], \ldots, A[n])\) paarweise verschiedener Zahlen den {{c1::\(k\)-kleinsten Wert}}.<br><br>Naiver Ansatz: Sortieren + Index, Laufzeit {{c2::\(O(n \log n)\)}}.<br><br>Schneller geht es mit <b>QuickSelect</b> (erwartet {{c3::\(O(n)\)}}):<pre>QuickSelect(A, ℓ, r, k):
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r})
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
if t = ℓ + k - 1: return A[t] # gefunden
else if t > ℓ + k - 1:
return QuickSelect(A, ℓ, t-1, k) # links
else:
return QuickSelect(A, t+1, r, k - t) # rechts</pre> |
| Extra |
|
Im Gegensatz zu QuickSort rekursiert QuickSelect nur in <b>eine</b> der beiden Hälften (oder gibt direkt zurück, falls Pivot bereits an der gesuchten Position liegt). Das macht den Unterschied zwischen \(O(n \log n)\) und \(O(n)\) erwartet.<br><br>Bei einem Aufruf von QuickSelect ist die Anzahl Vergleiche \(T = \sum_{i=1}^{N} (r_i - \ell_i)\), wobei \(N\) die Anzahl Partition-Aufrufe ist. |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Note 3: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: /,nT@jP#V6
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Randomisierter Algorithmus für Optimierungsprobleme
Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer eine zulässige Lösung liefert, mit\[\Pr[A(I) \geq f(I)] \geq \varepsilon\]für eine Zielschwelle \(f(I)\). Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und die beste der erhaltenen Antworten ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \geq f(I)] \geq 1 - \delta.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Randomisierter Algorithmus für Optimierungsprobleme
Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer eine zulässige Lösung liefert, mit\[\Pr[A(I) \geq f(I)] \geq \varepsilon\]für eine Zielschwelle \(f(I)\). Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und die beste der erhaltenen Antworten ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \geq f(I)] \geq 1 - \delta.\]
Selbe Iterationsschranke wie bei Las-Vegas und MC mit einseitigem Fehler. Die Idee ist analog: ein einziger Aufruf, der die Schwelle überschreitet, genügt, da das Maximum mehrerer Aufrufe genommen wird.
Typischerweise ist \(f(I) = \mathbb{E}[A(I)]\), d.h. man möchte mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens den Erwartungswert erreichen.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Randomisierter Algorithmus für Optimierungsprobleme</b> <br>Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer eine zulässige Lösung liefert, mit\[\Pr[A(I) \geq f(I)] \geq \varepsilon\]für eine Zielschwelle \(f(I)\). Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und {{c2::die beste der erhaltenen Antworten}} ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \geq f(I)] \geq 1 - \delta.\] |
| Extra |
|
Selbe Iterationsschranke wie bei Las-Vegas und MC mit einseitigem Fehler. Die Idee ist analog: ein einziger Aufruf, der die Schwelle überschreitet, genügt, da das Maximum mehrerer Aufrufe genommen wird.<br><br>Typischerweise ist \(f(I) = \mathbb{E}[A(I)]\), d.h. man möchte mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens den Erwartungswert erreichen. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 4: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: 1c]P8!r+kY
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Für die Anwendung in der RSA-Kryptographie möchte man zufällige grosse Primzahlen erzeugen (z.B. mit \(1000\) Bits, also \(n \approx 2^{1000}\)). Man erzeugt zufällig Zahlen mit \(1000\) Bits und testet sie auf prim.
Dass das funktioniert, garantiert der Primzahlsatz:
\[\pi(x) := |\{n \in \mathbb{N} \mid n \leq x,\, n \text{ prim}\}| \sim {{c1::\frac{x}{\ln x} }}.\]Daraus folgt für \(1000\)-Bit-Zahlen eine Erfolgsrate von etwa {{c2::\(\frac{1}{1000 \ln 2} \approx \frac{1}{693}\)}}.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Für die Anwendung in der RSA-Kryptographie möchte man zufällige grosse Primzahlen erzeugen (z.B. mit \(1000\) Bits, also \(n \approx 2^{1000}\)). Man erzeugt zufällig Zahlen mit \(1000\) Bits und testet sie auf prim.
Dass das funktioniert, garantiert der Primzahlsatz:
\[\pi(x) := |\{n \in \mathbb{N} \mid n \leq x,\, n \text{ prim}\}| \sim {{c1::\frac{x}{\ln x} }}.\]Daraus folgt für \(1000\)-Bit-Zahlen eine Erfolgsrate von etwa {{c2::\(\frac{1}{1000 \ln 2} \approx \frac{1}{693}\)}}.
Die RSA-Verschlüsselung beruht auf der Asymmetrie: Ob \(n\) prim ist, kann man schnell entscheiden (randomisiert), aber einen nicht-trivialen Teiler von \(n\) effizient zu finden ist nicht bekannt. Quantencomputer können das via Shor-Algorithmus.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Für die Anwendung in der RSA-Kryptographie möchte man zufällige grosse Primzahlen erzeugen (z.B. mit \(1000\) Bits, also \(n \approx 2^{1000}\)). Man erzeugt zufällig Zahlen mit \(1000\) Bits und testet sie auf prim.<br><br>Dass das funktioniert, garantiert der <b>Primzahlsatz</b>:<br>\[\pi(x) := |\{n \in \mathbb{N} \mid n \leq x,\, n \text{ prim}\}| \sim {{c1::\frac{x}{\ln x} }}.\]Daraus folgt für \(1000\)-Bit-Zahlen eine Erfolgsrate von etwa {{c2::\(\frac{1}{1000 \ln 2} \approx \frac{1}{693}\)}}. |
| Extra |
|
Die RSA-Verschlüsselung beruht auf der <b>Asymmetrie</b>: Ob \(n\) prim ist, kann man schnell entscheiden (randomisiert), aber einen nicht-trivialen Teiler von \(n\) effizient zu finden ist nicht bekannt. Quantencomputer können das via Shor-Algorithmus. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 5: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: 2k)Z={{#13
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Sei \(PB_n := \{a \in [n-1] \mid a^{n-1} \equiv_n 1\} = \{a \in \mathbb{Z}_n^* \mid a^{n-1} \equiv_n 1\}\) die Menge der Pseudoprimzahlbasen von \(n\).
\(n\) heisst Carmichael-Zahl, falls {{c1::\(n\) nicht prim ist und \(PB_n = \mathbb{Z}_n^*\)}}.
Kleinste Beispiele: \(561 = 3 \cdot 11 \cdot 17,\ 1105 = 5 \cdot 13 \cdot 17,\ 1729 = 7 \cdot 13 \cdot 19\).
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Sei \(PB_n := \{a \in [n-1] \mid a^{n-1} \equiv_n 1\} = \{a \in \mathbb{Z}_n^* \mid a^{n-1} \equiv_n 1\}\) die Menge der Pseudoprimzahlbasen von \(n\).
\(n\) heisst Carmichael-Zahl, falls {{c1::\(n\) nicht prim ist und \(PB_n = \mathbb{Z}_n^*\)}}.
Kleinste Beispiele: \(561 = 3 \cdot 11 \cdot 17,\ 1105 = 5 \cdot 13 \cdot 17,\ 1729 = 7 \cdot 13 \cdot 19\).
Auf Carmichael-Zahlen versagt der Fermat-Test komplett: Jede Pseudoprimzahlbasis täuscht "Primzahl" vor, und \(PB_n\) ist die ganze multiplikative Gruppe \(\mathbb{Z}_n^*\). Die Fehlerwahrscheinlichkeit \(|PB_n|/(n-1) = \varphi(n)/(n-1)\) ist nahe \(1\).
Genau hier setzt der Miller-Rabin-Test an.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
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Sei \(PB_n := \{a \in [n-1] \mid a^{n-1} \equiv_n 1\} = \{a \in \mathbb{Z}_n^* \mid a^{n-1} \equiv_n 1\}\) die Menge der <b>Pseudoprimzahlbasen</b> von \(n\).<br><br>\(n\) heisst <b>Carmichael-Zahl</b>, falls {{c1::\(n\) nicht prim ist und \(PB_n = \mathbb{Z}_n^*\)}}.<br><br>Kleinste Beispiele: \({{c2::561 = 3 \cdot 11 \cdot 17,\ 1105 = 5 \cdot 13 \cdot 17,\ 1729 = 7 \cdot 13 \cdot 19}}\). |
| Extra |
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Auf Carmichael-Zahlen versagt der Fermat-Test komplett: Jede Pseudoprimzahlbasis täuscht "Primzahl" vor, und \(PB_n\) ist die ganze multiplikative Gruppe \(\mathbb{Z}_n^*\). Die Fehlerwahrscheinlichkeit \(|PB_n|/(n-1) = \varphi(n)/(n-1)\) ist nahe \(1\).<br><br>Genau hier setzt der Miller-Rabin-Test an. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 6: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: 5]{}ADU2JV
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Sei \(n > 2\) ungerade, schreibe \(n - 1 = 2^k d\) mit \(d\) ungerade.
Vorüberlegung: Für \(n\) prim ist \((\mathbb{Z}_n, +, \cdot)\) ein
Körper, und in einem Körper hat \(x^2 = 1\) genau zwei Lösungen: \({{c2::x = 1\ \text{und}\ x = n - 1\ (= -1)}}\).
Ist \(n\) prim und \(a \in [n-1]\), dann gilt:
- \(a^{2^k d} = a^{n-1} \equiv_n 1\) (kleiner Fermat),
- also \(a^{2^{k-1}d} \equiv_n 1\) oder \(n - 1\),
- falls \(\equiv_n 1\): wieder Quadratwurzel ziehen, \(a^{2^{k-2}d} \equiv_n 1\) oder \(n-1\),
- ... bis: falls \(a^{2d} \equiv_n 1\), dann \(a^d \equiv_n 1\) oder \(n - 1\).
Miller-Rabin-Bedingung: für \(n\) prim und alle \(a\) gilt
\[{{c3::a^d \equiv_n 1 \quad \text{oder} \quad \exists\, i \in \{0, 1, \ldots, k-1\}: a^{2^i d} \equiv_n n - 1.}}\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Sei \(n > 2\) ungerade, schreibe \(n - 1 = 2^k d\) mit \(d\) ungerade.
Vorüberlegung: Für \(n\) prim ist \((\mathbb{Z}_n, +, \cdot)\) ein
Körper, und in einem Körper hat \(x^2 = 1\) genau zwei Lösungen: \({{c2::x = 1\ \text{und}\ x = n - 1\ (= -1)}}\).
Ist \(n\) prim und \(a \in [n-1]\), dann gilt:
- \(a^{2^k d} = a^{n-1} \equiv_n 1\) (kleiner Fermat),
- also \(a^{2^{k-1}d} \equiv_n 1\) oder \(n - 1\),
- falls \(\equiv_n 1\): wieder Quadratwurzel ziehen, \(a^{2^{k-2}d} \equiv_n 1\) oder \(n-1\),
- ... bis: falls \(a^{2d} \equiv_n 1\), dann \(a^d \equiv_n 1\) oder \(n - 1\).
Miller-Rabin-Bedingung: für \(n\) prim und alle \(a\) gilt
\[{{c3::a^d \equiv_n 1 \quad \text{oder} \quad \exists\, i \in \{0, 1, \ldots, k-1\}: a^{2^i d} \equiv_n n - 1.}}\]
Idee: aus \(a^{n-1} \equiv_n 1\) wiederholt Quadratwurzeln ziehen, solange das Ergebnis noch \(1\) ist. Im Körper sind die einzigen Quadratwurzeln von \(1\) genau \(\pm 1\), daher muss man irgendwann auf \(n-1\) treffen oder bei \(a^d \equiv_n 1\) landen.
Ein \(a\), das diese Bedingung verletzt, ist ein Miller-Rabin-Zertifikat dafür, dass \(n\) nicht prim ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Sei \(n > 2\) ungerade, schreibe \(n - 1 = 2^k d\) mit \(d\) ungerade.<br><br>Vorüberlegung: Für \(n\) prim ist \((\mathbb{Z}_n, +, \cdot)\) ein {{c1::Körper}}, und in einem Körper hat \(x^2 = 1\) genau zwei Lösungen: \({{c2::x = 1\ \text{und}\ x = n - 1\ (= -1)}}\).<br><br>Ist \(n\) prim und \(a \in [n-1]\), dann gilt:<ul><li>\(a^{2^k d} = a^{n-1} \equiv_n 1\) (kleiner Fermat),</li><li>also \(a^{2^{k-1}d} \equiv_n 1\) oder \(n - 1\),</li><li>falls \(\equiv_n 1\): wieder Quadratwurzel ziehen, \(a^{2^{k-2}d} \equiv_n 1\) oder \(n-1\),</li><li>... bis: falls \(a^{2d} \equiv_n 1\), dann \(a^d \equiv_n 1\) oder \(n - 1\).</li></ul><b>Miller-Rabin-Bedingung</b>: für \(n\) prim und alle \(a\) gilt<br>\[{{c3::a^d \equiv_n 1 \quad \text{oder} \quad \exists\, i \in \{0, 1, \ldots, k-1\}: a^{2^i d} \equiv_n n - 1.}}\] |
| Extra |
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Idee: aus \(a^{n-1} \equiv_n 1\) wiederholt Quadratwurzeln ziehen, solange das Ergebnis noch \(1\) ist. Im Körper sind die einzigen Quadratwurzeln von \(1\) genau \(\pm 1\), daher muss man irgendwann auf \(n-1\) treffen oder bei \(a^d \equiv_n 1\) landen.<br><br>Ein \(a\), das diese Bedingung verletzt, ist ein <b>Miller-Rabin-Zertifikat</b> dafür, dass \(n\) nicht prim ist. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 7: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: 7js:~
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei einem Las-Vegas-Algorithmus ist die Laufzeit eine Zufallsvariable, die Korrektheit hingegen nicht vom Zufall abhängig.
Ziel: immer korrekt/gut, meistens schnell.
Alternative Sichtweise: Algorithmus, der manchmal '???' statt eines Ergebnisses ausgibt. Man kann ihn dann entweder wiederholen, bis ein Ergebnis kommt, oder nach fester Laufzeit abbrechen.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei einem Las-Vegas-Algorithmus ist die Laufzeit eine Zufallsvariable, die Korrektheit hingegen nicht vom Zufall abhängig.
Ziel: immer korrekt/gut, meistens schnell.
Alternative Sichtweise: Algorithmus, der manchmal '???' statt eines Ergebnisses ausgibt. Man kann ihn dann entweder wiederholen, bis ein Ergebnis kommt, oder nach fester Laufzeit abbrechen.
Die alternative Sichtweise ist die Brücke zum Monte-Carlo-Algorithmus: Lässt man den Las-Vegas-Algorithmus nach fester Laufzeit abbrechen, wird daraus ein Monte-Carlo-Algorithmus mit einseitigem Fehler.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Bei einem <b>Las-Vegas-Algorithmus</b> ist {{c1::die Laufzeit}} eine Zufallsvariable, die {{c1::Korrektheit}} hingegen nicht vom Zufall abhängig.<br><br>Ziel: {{c2::immer korrekt/gut, meistens schnell}}.<br><br><b>Alternative Sichtweise:</b> Algorithmus, der manchmal {{c3::'???' statt eines Ergebnisses}} ausgibt. Man kann ihn dann entweder {{c4::wiederholen, bis ein Ergebnis kommt}}, oder {{c4::nach fester Laufzeit abbrechen}}. |
| Extra |
|
Die alternative Sichtweise ist die Brücke zum Monte-Carlo-Algorithmus: Lässt man den Las-Vegas-Algorithmus nach fester Laufzeit abbrechen, wird daraus ein Monte-Carlo-Algorithmus mit einseitigem Fehler. |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 8: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: :UEQ*@nnq1
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Üppige-Auswahl-Problem (gegeben \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\) mit \(n/2\) Einsen, finde \(i\) mit \(x_i = 1\)):
Was ist die Laufzeit des schnellsten deterministischen Algorithmus, was die erwartete Laufzeit des schnellsten Las-Vegas-Algorithmus?
Back
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Üppige-Auswahl-Problem (gegeben \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\) mit \(n/2\) Einsen, finde \(i\) mit \(x_i = 1\)):
Was ist die Laufzeit des schnellsten deterministischen Algorithmus, was die erwartete Laufzeit des schnellsten Las-Vegas-Algorithmus?
Deterministisch: \(\Theta(n)\) (Worst Case).
Las-Vegas: \(O(1)\) erwartet, unabhängig von \(n\).
Das ist ein dramatischer Unterschied und ein Paradebeispiel für den Vorteil von Randomisierung: der Las-Vegas-Algorithmus probiert wiederholt zufällige Indizes und stoppt, sobald er eine \(1\) findet. Da die Hälfte der Bits \(1\) ist, ist die erwartete Anzahl Versuche \(\mathbb{E}[T] = 2\).
Die deterministische untere Schranke folgt aus einem Adversary-Argument: gegen jeden festen Algorithmus kann man eine Instanz konstruieren, auf der er \(n/2 + 1\) Bits lesen muss.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Üppige-Auswahl-Problem (gegeben \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\) mit \(n/2\) Einsen, finde \(i\) mit \(x_i = 1\)):<br><br>Was ist die Laufzeit des schnellsten <b>deterministischen</b> Algorithmus, was die <b>erwartete</b> Laufzeit des schnellsten <b>Las-Vegas</b>-Algorithmus? |
| Back |
|
Deterministisch: \(\Theta(n)\) (Worst Case).<br>Las-Vegas: \(O(1)\) erwartet, unabhängig von \(n\).<br><br>Das ist ein dramatischer Unterschied und ein Paradebeispiel für den Vorteil von Randomisierung: der Las-Vegas-Algorithmus probiert wiederholt zufällige Indizes und stoppt, sobald er eine \(1\) findet. Da die Hälfte der Bits \(1\) ist, ist die erwartete Anzahl Versuche \(\mathbb{E}[T] = 2\).<br><br>Die deterministische untere Schranke folgt aus einem Adversary-Argument: gegen jeden festen Algorithmus kann man eine Instanz konstruieren, auf der er \(n/2 + 1\) Bits lesen muss. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Note 9: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: ;gVJQ/IG6*
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Im Beweis der QuickSort-Schranke \(t_n \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) startet man mit der Rekursion \(n \cdot t_n = \sum_{i=0}^{n-1}(n - 1 + t_i + t_{n-i-1})\).
Wie kommt man von dort zur einfachen Ungleichung \(t_n \leq \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + 2\)?
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Im Beweis der QuickSort-Schranke \(t_n \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) startet man mit der Rekursion \(n \cdot t_n = \sum_{i=0}^{n-1}(n - 1 + t_i + t_{n-i-1})\).
Wie kommt man von dort zur einfachen Ungleichung \(t_n \leq \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + 2\)?
Trick: Schreibe dieselbe Rekursion für \(n - 1\) auf:
\[(n-1) \cdot t_{n-1} = \sum_{i=0}^{n-2} (n - 2 + t_i + t_{n-i-2})\]und subtrahiere von der ursprünglichen:
\[n t_n - (n-1) t_{n-1} = 2(n-1) + 2 t_{n-1}.\]Umstellen liefert exakt
\[t_n = \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + \tfrac{2(n-1)}{n} \leq \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + 2.\]Per Induktion folgt \(t_n \leq 2 \sum_{i=3}^{n+1} \tfrac{n+1}{i}\), und mit der harmonischen Reihe \(H_n = \ln n + O(1)\) folgt das Resultat.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Im Beweis der QuickSort-Schranke \(t_n \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) startet man mit der Rekursion \(n \cdot t_n = \sum_{i=0}^{n-1}(n - 1 + t_i + t_{n-i-1})\).<br><br>Wie kommt man von dort zur einfachen Ungleichung \(t_n \leq \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + 2\)? |
| Back |
|
<b>Trick:</b> Schreibe dieselbe Rekursion für \(n - 1\) auf:<br>\[(n-1) \cdot t_{n-1} = \sum_{i=0}^{n-2} (n - 2 + t_i + t_{n-i-2})\]und subtrahiere von der ursprünglichen:<br>\[n t_n - (n-1) t_{n-1} = 2(n-1) + 2 t_{n-1}.\]Umstellen liefert exakt<br>\[t_n = \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + \tfrac{2(n-1)}{n} \leq \tfrac{n+1}{n} t_{n-1} + 2.\]Per Induktion folgt \(t_n \leq 2 \sum_{i=3}^{n+1} \tfrac{n+1}{i}\), und mit der harmonischen Reihe \(H_n = \ln n + O(1)\) folgt das Resultat. |
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Note 10: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: @3P8r}IW5w
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Wann (und von wem) wurde der erste deterministische Primzahltest mit Polynomial-Laufzeit gefunden?
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Wann (und von wem) wurde der erste deterministische Primzahltest mit Polynomial-Laufzeit gefunden?
2002 von Agrawal, Kayal und Saxena (
AKS-Test).
Davor: nur randomisierte Polynomialzeit-Tests bekannt:
- 1976 Miller-Rabin: Monte-Carlo, einseitiger Fehler (immer korrekt für Primzahlen)
- 1977 Solovay-Strassen: alternativer Monte-Carlo-Test
- 1987 Adleman-Huang: einseitiger Fehler (immer korrekt für Nicht-Primzahlen)
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Wann (und von wem) wurde der erste <b>deterministische</b> Primzahltest mit Polynomial-Laufzeit gefunden? |
| Back |
|
<b>2002</b> von Agrawal, Kayal und Saxena (<b>AKS-Test</b>).<br><br>Davor: nur randomisierte Polynomialzeit-Tests bekannt:<ul><li>1976 Miller-Rabin: Monte-Carlo, einseitiger Fehler (immer korrekt für Primzahlen)</li><li>1977 Solovay-Strassen: alternativer Monte-Carlo-Test</li><li>1987 Adleman-Huang: einseitiger Fehler (immer korrekt für Nicht-Primzahlen)</li></ul> |
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Note 11: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: @Id@]fUyPJ
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Monte-Carlo, Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\)
Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \tfrac{1}{2} + \varepsilon.\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil 4\varepsilon^{-2} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und die Mehrheit der erhaltenen Antworten ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Monte-Carlo, Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\)
Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \tfrac{1}{2} + \varepsilon.\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil 4\varepsilon^{-2} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und die Mehrheit der erhaltenen Antworten ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
Achtung: \(N\) skaliert hier quadratisch in \(\varepsilon^{-1}\) (statt linear wie bei einseitigem Fehler oder Las-Vegas) und nutzt nicht die erste richtige Antwort, sondern den Mehrheitsentscheid.
Beweis nutzt die Chernoff-Schranke \(\Pr[X \leq (1-\eta)\mathbb{E}[X]] \leq e^{-\eta^2 \mathbb{E}[X]/2}\) auf die Anzahl korrekter Aufrufe.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Monte-Carlo, Fehlerwahrscheinlichkeit </b>\(< \tfrac{1}{2}\) <br>Sei \(\varepsilon > 0\) und \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\Pr[A(I) \text{ korrekt}] \geq \tfrac{1}{2} + \varepsilon.\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der\[N = {{c1::\left\lceil 4\varepsilon^{-2} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]Aufrufe von \(A\) macht und {{c2::die Mehrheit der erhaltenen Antworten}} ausgibt. Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\] |
| Extra |
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Achtung: \(N\) skaliert hier <b>quadratisch</b> in \(\varepsilon^{-1}\) (statt linear wie bei einseitigem Fehler oder Las-Vegas) und nutzt nicht die erste richtige Antwort, sondern den Mehrheitsentscheid.<br><br>Beweis nutzt die Chernoff-Schranke \(\Pr[X \leq (1-\eta)\mathbb{E}[X]] \leq e^{-\eta^2 \mathbb{E}[X]/2}\) auf die Anzahl korrekter Aufrufe. |
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Note 12: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: BEp+Di
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Für \(\mathrm{QuickSelect}(A, 1, n, k)\) mit zufälligem Pivot gilt:\[\mathbb{E}[T] \leq 8n,\]also \(\mathbb{E}[T] = O(n)\) erwartet, wobei \(T\) die Anzahl Vergleiche bezeichnet.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Für \(\mathrm{QuickSelect}(A, 1, n, k)\) mit zufälligem Pivot gilt:\[\mathbb{E}[T] \leq 8n,\]also \(\mathbb{E}[T] = O(n)\) erwartet, wobei \(T\) die Anzahl Vergleiche bezeichnet.
Proof Included.
Beweisidee (siehe separate Karte zur \(N_j\)-Konstruktion): Man partitioniert die Aufrufe nach Grössenklassen und nutzt, dass mit Wahrscheinlichkeit \(\geq 1/2\) ein Aufruf das Intervall um Faktor \(3/4\) verkleinert. Die geometrische Reihe \(\sum_{j \geq 1} (3/4)^{j-1} = 4\) zusammen mit \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\) liefert \(\mathbb{E}[T] \leq 2n \cdot 4 = 8n\).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
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Für \(\mathrm{QuickSelect}(A, 1, n, k)\) mit zufälligem Pivot gilt:\[\mathbb{E}[T] \leq {{c1::8n}},\]also \(\mathbb{E}[T] = {{c2::O(n)}}\) erwartet, wobei \(T\) die Anzahl Vergleiche bezeichnet. |
| Extra |
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Proof Included.<br><br>Beweisidee (siehe separate Karte zur \(N_j\)-Konstruktion): Man partitioniert die Aufrufe nach Grössenklassen und nutzt, dass mit Wahrscheinlichkeit \(\geq 1/2\) ein Aufruf das Intervall um Faktor \(3/4\) verkleinert. Die geometrische Reihe \(\sum_{j \geq 1} (3/4)^{j-1} = 4\) zusammen mit \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\) liefert \(\mathbb{E}[T] \leq 2n \cdot 4 = 8n\). |
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Note 13: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: CR2my^EB=I
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Ein
klassischer Algorithmus \(A\) erhält Eingabe \(I\) und liefert Ausgabe \(A(I)\). Es gilt:
- \(A(I)\) ist immer genau und korrekt,
- bei gleicher Eingabe immer dieselbe Ausgabe (\(A\) ist eine Funktion),
- dieselbe Laufzeit.
Ein
randomisierter Algorithmus erhält zusätzlich eine Zufallsquelle \(R\) und liefert Ausgabe \(A(I, R)\). Die Ausgabe ist
manchmal richtig, manchmal fast richtig, manchmal schnell, das Verhalten ist
nicht reproduzierbar. \(A\) ist nach wie vor eine Funktion auf den Paaren \((I, R)\).
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Ein
klassischer Algorithmus \(A\) erhält Eingabe \(I\) und liefert Ausgabe \(A(I)\). Es gilt:
- \(A(I)\) ist immer genau und korrekt,
- bei gleicher Eingabe immer dieselbe Ausgabe (\(A\) ist eine Funktion),
- dieselbe Laufzeit.
Ein
randomisierter Algorithmus erhält zusätzlich eine Zufallsquelle \(R\) und liefert Ausgabe \(A(I, R)\). Die Ausgabe ist
manchmal richtig, manchmal fast richtig, manchmal schnell, das Verhalten ist
nicht reproduzierbar. \(A\) ist nach wie vor eine Funktion auf den Paaren \((I, R)\).
Reproduzierbarkeit ist die zentrale Eigenschaft, die beim Übergang zum randomisierten Algorithmus verloren geht.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Ein <b>klassischer</b> Algorithmus \(A\) erhält Eingabe \(I\) und liefert Ausgabe \(A(I)\). Es gilt:<ul><li>\(A(I)\) ist immer {{c1::genau und korrekt}},</li><li>bei gleicher Eingabe immer {{c2::dieselbe Ausgabe (\(A\) ist eine Funktion)}},</li><li>{{c3::dieselbe Laufzeit}}.</li></ul>Ein <b>randomisierter</b> Algorithmus erhält zusätzlich eine Zufallsquelle \(R\) und liefert Ausgabe \(A(I, R)\). Die Ausgabe ist {{c4::manchmal richtig, manchmal fast richtig, manchmal schnell}}, das Verhalten ist {{c5::nicht reproduzierbar}}. \(A\) ist nach wie vor eine Funktion auf den Paaren \((I, R)\). |
| Extra |
|
Reproduzierbarkeit ist die zentrale Eigenschaft, die beim Übergang zum randomisierten Algorithmus verloren geht. |
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Note 14: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: FiE@x{E.i3
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Skizziere den Beweis von \(\mathbb{E}[T] \leq 8n\) für QuickSelect.
Wie wird \(T\) zerlegt, und wieso gilt \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\)?
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Skizziere den Beweis von \(\mathbb{E}[T] \leq 8n\) für QuickSelect.
Wie wird \(T\) zerlegt, und wieso gilt \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\)?
Zerlegung: Definiere \(N_j\) als Anzahl Aufrufe von QuickSelect mit\[(3/4)^j n < r_i - \ell_i + 1 \leq (3/4)^{j-1} n.\]Da jeder Partition-Aufruf \(r_i - \ell_i\) Vergleiche braucht:\[T \leq \sum_{j=1}^{\infty} N_j \cdot (3/4)^{j-1} n.\]Schlüsselbeobachtung für \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\): Wählt man als Pivot eines der mittleren \(\tfrac{1}{2}(r_i - \ell_i + 1)\) Elemente, so wird die Intervallgrösse mindestens um Faktor \(3/4\) reduziert. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist \(\geq 1/2\), pro Pivot-Wahl unabhängig.
Also ist \(N_j\) durch eine geometrisch verteilte Variable mit \(p = 1/2\) dominiert, woraus \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\) folgt.
Zusammen:\[\mathbb{E}[T] \leq n \sum_{j=1}^{\infty} \mathbb{E}[N_j] \cdot (3/4)^{j-1} \leq 2n \sum_{j=1}^{\infty} (3/4)^{j-1} = 8n.\]
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Skizziere den Beweis von \(\mathbb{E}[T] \leq 8n\) für QuickSelect.<br><br>Wie wird \(T\) zerlegt, und wieso gilt \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\)? |
| Back |
|
<b>Zerlegung:</b> Definiere \(N_j\) als Anzahl Aufrufe von QuickSelect mit\[(3/4)^j n < r_i - \ell_i + 1 \leq (3/4)^{j-1} n.\]Da jeder Partition-Aufruf \(r_i - \ell_i\) Vergleiche braucht:\[T \leq \sum_{j=1}^{\infty} N_j \cdot (3/4)^{j-1} n.\]<b>Schlüsselbeobachtung für \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\):</b> Wählt man als Pivot eines der <b>mittleren \(\tfrac{1}{2}(r_i - \ell_i + 1)\)</b> Elemente, so wird die Intervallgrösse mindestens um Faktor \(3/4\) reduziert. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist \(\geq 1/2\), pro Pivot-Wahl unabhängig.<br><br>Also ist \(N_j\) durch eine geometrisch verteilte Variable mit \(p = 1/2\) dominiert, woraus \(\mathbb{E}[N_j] \leq 2\) folgt.<br><br><b>Zusammen:</b>\[\mathbb{E}[T] \leq n \sum_{j=1}^{\infty} \mathbb{E}[N_j] \cdot (3/4)^{j-1} \leq 2n \sum_{j=1}^{\infty} (3/4)^{j-1} = 8n.\] |
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Note 15: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: GUSRKOlJ(I
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Miller-Rabin-Primzahltest (für \(n > 1\) ungerade):
1. Schreibe n - 1 = 2^k · d mit d ungerade
2. Wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
3. if a^d mod n = 1 oder ∃i ∈ {0,...,k-1}: a^(2^i·d) mod n = n-1:
return 'Primzahl'
else:
return 'keine Primzahl'Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt.
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\), tatsächlich sogar \(\leq \tfrac{1}{4}\)}}.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Miller-Rabin-Primzahltest (für \(n > 1\) ungerade):
1. Schreibe n - 1 = 2^k · d mit d ungerade
2. Wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
3. if a^d mod n = 1 oder ∃i ∈ {0,...,k-1}: a^(2^i·d) mod n = n-1:
return 'Primzahl'
else:
return 'keine Primzahl'Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt.
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\), tatsächlich sogar \(\leq \tfrac{1}{4}\)}}.
Im Gegensatz zum Fermat-Test funktioniert Miller-Rabin auch für Carmichael-Zahlen.
Beispiel \(n = 561\) mit \(a = 2\): \(n - 1 = 560 = 2^4 \cdot 35\), und \(2^{280} \equiv_{561} 1\), aber \(2^{140} \equiv_{561} 67 \notin \{1, 560\}\). Also ist \(2\) ein Miller-Rabin-Zertifikat dafür, dass \(561\) nicht prim ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Miller-Rabin-Primzahltest</b> (für \(n > 1\) ungerade):<pre>1. Schreibe n - 1 = 2^k · d mit d ungerade
2. Wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
3. if a^d mod n = 1 oder ∃i ∈ {0,...,k-1}: a^(2^i·d) mod n = n-1:
return 'Primzahl'
else:
return 'keine Primzahl'</pre>Korrektheit:<ul><li>Falls \(n\) prim: {{c1::Ausgabe immer korrekt}}.</li><li>Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\), tatsächlich sogar \(\leq \tfrac{1}{4}\)}}.</li></ul> |
| Extra |
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Im Gegensatz zum Fermat-Test funktioniert Miller-Rabin auch für Carmichael-Zahlen.<br><br>Beispiel \(n = 561\) mit \(a = 2\): \(n - 1 = 560 = 2^4 \cdot 35\), und \(2^{280} \equiv_{561} 1\), aber \(2^{140} \equiv_{561} 67 \notin \{1, 560\}\). Also ist \(2\) ein Miller-Rabin-Zertifikat dafür, dass \(561\) nicht prim ist. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 16: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: MH1KRE1DzH
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problemrepeat:
i := Uniform({1, ..., n})
if x_i = 1: return iSei \(T\) die Anzahl an Wiederholungen. Da \(\Pr[x_i = 1] = \Pr[x_i = 0] = \tfrac{1}{2}\) für einen zufälligen Index \(i\), gilt:\[\Pr[T > k] = {{c1::\left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\]Folglich:\[\Pr[T \leq k] = {{c2::1 - \left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problemrepeat:
i := Uniform({1, ..., n})
if x_i = 1: return iSei \(T\) die Anzahl an Wiederholungen. Da \(\Pr[x_i = 1] = \Pr[x_i = 0] = \tfrac{1}{2}\) für einen zufälligen Index \(i\), gilt:\[\Pr[T > k] = {{c1::\left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\]Folglich:\[\Pr[T \leq k] = {{c2::1 - \left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\]
\(T\) ist geometrisch verteilt mit Parameter \(p = \tfrac{1}{2}\).
Konkrete Werte: \(\Pr[T > 10] = 1/1024 < 0{,}001\), also \(\Pr[T \leq 10] > 0{,}999\). Mit \(\leq 20\) Wiederholungen erreicht man Wahrscheinlichkeit \(> 0{,}999999\).
Wichtig: \(T\) hängt nicht von \(n\) ab, weil die Erfolgswahrscheinlichkeit pro Versuch konstant \(\tfrac{1}{2}\) ist (genau die Hälfte der Bits sind \(1\)).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
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<b>Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem</b><pre>repeat:
i := Uniform({1, ..., n})
if x_i = 1: return i</pre>Sei \(T\) die Anzahl an Wiederholungen. Da \(\Pr[x_i = 1] = \Pr[x_i = 0] = \tfrac{1}{2}\) für einen zufälligen Index \(i\), gilt:\[\Pr[T > k] = {{c1::\left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\]Folglich:\[\Pr[T \leq k] = {{c2::1 - \left(\tfrac{1}{2}\right)^k}}.\] |
| Extra |
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\(T\) ist geometrisch verteilt mit Parameter \(p = \tfrac{1}{2}\).<br><br>Konkrete Werte: \(\Pr[T > 10] = 1/1024 < 0{,}001\), also \(\Pr[T \leq 10] > 0{,}999\). Mit \(\leq 20\) Wiederholungen erreicht man Wahrscheinlichkeit \(> 0{,}999999\).<br><br>Wichtig: \(T\) hängt <b>nicht von \(n\)</b> ab, weil die Erfolgswahrscheinlichkeit pro Versuch konstant \(\tfrac{1}{2}\) ist (genau die Hälfte der Bits sind \(1\)). |
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Note 17: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: Pa^@bE6s8n
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Üppige-Auswahl-Problem
Gegeben sind \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\), von denen
genau die Hälfte gleich \(1\) sind (\(n\) gerade).
Berechne
einen Index \(i\) mit \(x_i = 1\).
Trivialer deterministischer Algorithmus (in Zeit \(O(
n)\)):
for i = 1, ..., n:
if x_i = 1: return i
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Üppige-Auswahl-Problem
Gegeben sind \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\), von denen
genau die Hälfte gleich \(1\) sind (\(n\) gerade).
Berechne
einen Index \(i\) mit \(x_i = 1\).
Trivialer deterministischer Algorithmus (in Zeit \(O(
n)\)):
for i = 1, ..., n:
if x_i = 1: return i
Das Problem heisst üppig, weil es sehr viele gültige Antworten gibt (genau \(n/2\)). Trotzdem braucht jeder deterministische Algorithmus im Worst Case \(\Omega(n)\) Zeit, während ein einfacher Las-Vegas-Algorithmus mit erwartet \(O(1)\) auskommt.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Üppige-Auswahl-Problem<br></b>Gegeben sind \(x_1, \ldots, x_n \in \{0, 1\}\), von denen {{c1::genau die Hälfte}} gleich \(1\) sind (\(n\) gerade).<br>Berechne {{c2::einen Index \(i\) mit \(x_i = 1\)}}.<br><br>Trivialer deterministischer Algorithmus (in Zeit \(O({{c3::n}})\)):<pre>for i = 1, ..., n:
if x_i = 1: return i</pre> |
| Extra |
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Das Problem heisst <i>üppig</i>, weil es sehr viele gültige Antworten gibt (genau \(n/2\)). Trotzdem braucht jeder deterministische Algorithmus im Worst Case \(\Omega(n)\) Zeit, während ein einfacher Las-Vegas-Algorithmus mit erwartet \(O(1)\) auskommt. |
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Note 18: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: T+YN#N>,$x
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Front
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Im Allgemeinen ist die Fehlerreduktion bei Monte-Carlo-Algorithmen
nicht möglich.
(Gegenbeispiel: Algorithmus, der mit Wahrscheinlichkeit \(\tfrac{1}{2}\) JA bzw. NEIN antwortet, unabhängig von der Eingabe.)
Möglich ist sie aber bei:
- einseitigem Fehler, oder
- {{c2::Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\)}}.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Im Allgemeinen ist die Fehlerreduktion bei Monte-Carlo-Algorithmen
nicht möglich.
(Gegenbeispiel: Algorithmus, der mit Wahrscheinlichkeit \(\tfrac{1}{2}\) JA bzw. NEIN antwortet, unabhängig von der Eingabe.)
Möglich ist sie aber bei:
- einseitigem Fehler, oder
- {{c2::Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\)}}.
Bei einseitigem Fehler genügt eine einzige korrekte Antwort, um die Wahrheit zu kennen (Wiederholung + erste eindeutige Antwort).
Bei Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\) hilft Mehrheitsentscheid (Chernoff-Argument).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Im Allgemeinen ist die Fehlerreduktion bei Monte-Carlo-Algorithmen <b>nicht möglich</b>.<br>(Gegenbeispiel: Algorithmus, der mit Wahrscheinlichkeit \(\tfrac{1}{2}\) JA bzw. NEIN antwortet, unabhängig von der Eingabe.)<br><br>Möglich ist sie aber bei:<ul><li>{{c1::einseitigem Fehler}}, oder</li><li>{{c2::Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\)}}.</li></ul> |
| Extra |
|
Bei einseitigem Fehler genügt eine einzige korrekte Antwort, um die Wahrheit zu kennen (Wiederholung + erste eindeutige Antwort).<br>Bei Fehlerwahrscheinlichkeit \(< \tfrac{1}{2}\) hilft Mehrheitsentscheid (Chernoff-Argument). |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 19: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: VKeMFH&qvc
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei einem Monte-Carlo-Algorithmus ist die Korrektheit (bzw. Qualität) eine Zufallsvariable, die Laufzeit hingegen nicht vom Zufall abhängig.
Ziel: immer schnell, meistens korrekt/gut.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei einem Monte-Carlo-Algorithmus ist die Korrektheit (bzw. Qualität) eine Zufallsvariable, die Laufzeit hingegen nicht vom Zufall abhängig.
Ziel: immer schnell, meistens korrekt/gut.
Merksatz: Monte-Carlo ist schnell und vielleicht falsch, Las-Vegas ist korrekt und vielleicht langsam.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Bei einem <b>Monte-Carlo-Algorithmus</b> ist {{c1::die Korrektheit (bzw. Qualität)}} eine Zufallsvariable, die {{c1::Laufzeit}} hingegen nicht vom Zufall abhängig.<br><br>Ziel: {{c2::immer schnell, meistens korrekt/gut}}. |
| Extra |
|
Merksatz: Monte-Carlo ist <i>schnell und vielleicht falsch</i>, Las-Vegas ist <i>korrekt und vielleicht langsam</i>. |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 20: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: a+AQXsL|IC
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Monte-Carlo, einseitiger Fehler
Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\begin{gathered}\Pr[A(I) = \text{JA}] = 1, \text{ falls } I \text{ JA-Instanz},\\ \Pr[A(I) = \text{NEIN}] \geq \varepsilon, \text{ falls } I \text{ NEIN-Instanz}.\end{gathered}\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder NEIN ausgegeben wird (dann selbst NEIN) oder bis\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]mal JA ausgegeben wurde (dann selbst JA). Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Monte-Carlo, einseitiger Fehler
Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\begin{gathered}\Pr[A(I) = \text{JA}] = 1, \text{ falls } I \text{ JA-Instanz},\\ \Pr[A(I) = \text{NEIN}] \geq \varepsilon, \text{ falls } I \text{ NEIN-Instanz}.\end{gathered}\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder NEIN ausgegeben wird (dann selbst NEIN) oder bis\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]mal JA ausgegeben wurde (dann selbst JA). Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq 1 - \delta.\]
Selbe Iterationsschranke wie bei Las-Vegas: \(N = \lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \rceil\). Tatsächlich ist das hier äquivalent zur Las-Vegas-Sicht: man kann den einseitig-fehlerhaften MC-Algorithmus als Las-Vegas-Algorithmus auffassen, der '???' (alias 'JA') ausgibt, wenn er nicht sicher ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Monte-Carlo, einseitiger Fehler<br></b>Sei \(A\) ein randomisierter Algorithmus, der immer JA oder NEIN ausgibt, mit\[\begin{gathered}\Pr[A(I) = \text{JA}] = 1, \text{ falls } I \text{ JA-Instanz},\\ \Pr[A(I) = \text{NEIN}] \geq \varepsilon, \text{ falls } I \text{ NEIN-Instanz}.\end{gathered}\]Sei \(A_\delta\) der Algorithmus, der \(A\) solange aufruft, bis entweder NEIN ausgegeben wird (dann selbst NEIN) oder bis\[N = {{c1::\left\lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \right\rceil}}\]mal JA ausgegeben wurde (dann selbst JA). Dann gilt:\[\Pr[A_\delta(I) \text{ korrekt}] \geq {{c2::1 - \delta}}.\] |
| Extra |
|
Selbe Iterationsschranke wie bei Las-Vegas: \(N = \lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \rceil\). Tatsächlich ist das hier äquivalent zur Las-Vegas-Sicht: man kann den einseitig-fehlerhaften MC-Algorithmus als Las-Vegas-Algorithmus auffassen, der '???' (alias 'JA') ausgibt, wenn er nicht sicher ist. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 21: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: andmV{gT6%
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Fermat-Primzahltest:Fermat-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if a^(n-1) mod n = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'
(Berechnung von \(a^{n-1} \bmod n\) schnell mit binärer Exponentiation.)
Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt (kleiner Fermat).
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\)}}, es sei denn \(n\) ist eine Carmichael-Zahl.
Durch \(k\)-faches Wiederholen lässt sich die Fehlerwahrscheinlichkeit auf {{c4::\(\leq \tfrac{1}{2^k}\)}} drücken.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Fermat-Primzahltest:Fermat-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if a^(n-1) mod n = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'
(Berechnung von \(a^{n-1} \bmod n\) schnell mit binärer Exponentiation.)
Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt (kleiner Fermat).
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\)}}, es sei denn \(n\) ist eine Carmichael-Zahl.
Durch \(k\)-faches Wiederholen lässt sich die Fehlerwahrscheinlichkeit auf {{c4::\(\leq \tfrac{1}{2^k}\)}} drücken.
Wir machen einen Fehler genau dann, wenn \(n\) nicht prim und \(a^{n-1} \equiv_n 1\). Ein solches \(a\) heisst Pseudoprimzahlbasis von \(n\).
Achtung: Die \(\tfrac{1}{2}\)-Schranke greift nicht für Carmichael-Zahlen, dort ist die Fehlerrate effektiv \(1\) (siehe nächste Karte).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Fermat-Primzahltest:</b><pre>Fermat-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if a^(n-1) mod n = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'</pre>(Berechnung von \(a^{n-1} \bmod n\) schnell mit binärer Exponentiation.)<br><br>Korrektheit:<ul><li>Falls \(n\) prim: {{c1::Ausgabe immer korrekt}} (kleiner Fermat).</li><li>Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c2::\(\leq \tfrac{1}{2}\)}}, es sei denn \(n\) ist eine {{c3::Carmichael-Zahl}}.</li></ul>Durch \(k\)-faches Wiederholen lässt sich die Fehlerwahrscheinlichkeit auf {{c4::\(\leq \tfrac{1}{2^k}\)}} drücken. |
| Extra |
|
Wir machen einen Fehler genau dann, wenn \(n\) nicht prim und \(a^{n-1} \equiv_n 1\). Ein solches \(a\) heisst <b>Pseudoprimzahlbasis</b> von \(n\).<br><br>Achtung: Die \(\tfrac{1}{2}\)-Schranke greift nicht für Carmichael-Zahlen, dort ist die Fehlerrate effektiv \(1\) (siehe nächste Karte). |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 22: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: j21wCKqyxl
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Im Beweis von \(\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) für QuickSort beobachtet man, dass \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}]\) nur von \(r - \ell + 1\) abhängt, also nur von der Anzahl zu sortierender Elemente.
Dies motiviert die rekursive Definition von Zahlen \(t_n\) mit \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = t_{r - \ell + 1}\):
\[t_n = {{c2::\begin{cases} 0, & \text{falls } n \leq 1, \\ \frac{1}{n} \sum_{i=0}^{n-1} (n - 1 + t_i + t_{n-i-1}), & \text{falls } n \geq 2. \end{cases} }}\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Im Beweis von \(\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) für QuickSort beobachtet man, dass \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}]\) nur von \(r - \ell + 1\) abhängt, also nur von der Anzahl zu sortierender Elemente.
Dies motiviert die rekursive Definition von Zahlen \(t_n\) mit \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = t_{r - \ell + 1}\):
\[t_n = {{c2::\begin{cases} 0, & \text{falls } n \leq 1, \\ \frac{1}{n} \sum_{i=0}^{n-1} (n - 1 + t_i + t_{n-i-1}), & \text{falls } n \geq 2. \end{cases} }}\]
Herleitung: \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = \sum_{i=\ell}^{r} \Pr[t = i] \cdot (r - \ell + \mathbb{E}[T_{\ell, i-1}] + \mathbb{E}[T_{i+1, r}])\) (Linearität des Erwartungswerts + Satz über bedingten Erwartungswert), wobei \(t\) auf \(\{\ell, \ldots, r\}\) gleichverteilt ist (paarweise verschiedene Elemente). Daraus folgt durch Induktion über \(r - \ell\), dass \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = t_{r - \ell + 1}\).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Im Beweis von \(\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq 2(n+1) \ln n + O(n)\) für QuickSort beobachtet man, dass \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}]\) {{c1::nur von \(r - \ell + 1\) abhängt}}, also nur von der Anzahl zu sortierender Elemente.<br><br>Dies motiviert die rekursive Definition von Zahlen \(t_n\) mit \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = t_{r - \ell + 1}\):<br>\[t_n = {{c2::\begin{cases} 0, & \text{falls } n \leq 1, \\ \frac{1}{n} \sum_{i=0}^{n-1} (n - 1 + t_i + t_{n-i-1}), & \text{falls } n \geq 2. \end{cases} }}\] |
| Extra |
|
Herleitung: \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = \sum_{i=\ell}^{r} \Pr[t = i] \cdot (r - \ell + \mathbb{E}[T_{\ell, i-1}] + \mathbb{E}[T_{i+1, r}])\) (Linearität des Erwartungswerts + Satz über bedingten Erwartungswert), wobei \(t\) auf \(\{\ell, \ldots, r\}\) gleichverteilt ist (paarweise verschiedene Elemente). Daraus folgt durch Induktion über \(r - \ell\), dass \(\mathbb{E}[T_{\ell, r}] = t_{r - \ell + 1}\). |
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Note 23: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: k!;R/,m=ac
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Designziel für Primzahltests: Laufzeit polynomiell in \(\log n\) (Darstellungsgrösse). Naives Trial-Division bis \(\sqrt{n}\) ist zu langsam für \(n \approx 2^{1000}\).
Der \(\mathrm{ggT}\) zweier Zahlen \(m, n\) lässt sich mit dem Euklid-Algorithmus in \(O(
(\log nm)^3)\) berechnen. Damit:
Euklid-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if ggT(a, n) = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'
Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt (alle \(a \in [n-1]\) sind teilerfremd zu \(n\)).
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c3::\(\frac{|\mathbb{Z}_n^*|}{n-1}\)}}.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Designziel für Primzahltests: Laufzeit polynomiell in \(\log n\) (Darstellungsgrösse). Naives Trial-Division bis \(\sqrt{n}\) ist zu langsam für \(n \approx 2^{1000}\).
Der \(\mathrm{ggT}\) zweier Zahlen \(m, n\) lässt sich mit dem Euklid-Algorithmus in \(O(
(\log nm)^3)\) berechnen. Damit:
Euklid-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if ggT(a, n) = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'
Korrektheit:
- Falls \(n\) prim: Ausgabe immer korrekt (alle \(a \in [n-1]\) sind teilerfremd zu \(n\)).
- Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c3::\(\frac{|\mathbb{Z}_n^*|}{n-1}\)}}.
Trivialerweise gilt: \(\mathrm{ggT}(a, n) > 1\) für ein \(a \in [n-1]\) \(\Rightarrow\) \(n\) nicht prim. Der Test sucht also einen kleinen gemeinsamen Faktor mit zufälligem \(a\).
Problem: für \(n = p^2\) ist die Fehlerrate \(\approx 1 - 1/\sqrt{n}\), also fast \(1\). Der Test ist deshalb in der Praxis nutzlos.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Designziel für Primzahltests: Laufzeit polynomiell in \(\log n\) (Darstellungsgrösse). Naives Trial-Division bis \(\sqrt{n}\) ist zu langsam für \(n \approx 2^{1000}\).<br><br>Der \(\mathrm{ggT}\) zweier Zahlen \(m, n\) lässt sich mit dem Euklid-Algorithmus in \(O({{c1::(\log nm)^3}})\) berechnen. Damit:<pre>Euklid-Primzahltest(n):
wähle a ∈ [n-1] zufällig gleichverteilt
if ggT(a, n) = 1: return 'Primzahl'
else: return 'keine Primzahl'</pre>Korrektheit:<ul><li>Falls \(n\) prim: {{c2::Ausgabe immer korrekt (alle \(a \in [n-1]\) sind teilerfremd zu \(n\))}}.</li><li>Falls \(n\) nicht prim: Falsche Ausgabe 'Primzahl' mit Wahrscheinlichkeit {{c3::\(\frac{|\mathbb{Z}_n^*|}{n-1}\)}}.</li></ul> |
| Extra |
|
Trivialerweise gilt: \(\mathrm{ggT}(a, n) > 1\) für ein \(a \in [n-1]\) \(\Rightarrow\) \(n\) nicht prim. Der Test sucht also einen kleinen gemeinsamen Faktor mit zufälligem \(a\).<br><br>Problem: für \(n = p^2\) ist die Fehlerrate \(\approx 1 - 1/\sqrt{n}\), also fast \(1\). Der Test ist deshalb in der Praxis nutzlos. |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 24: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: m;emJ<(X_K
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Jeder deterministische Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem benötigt Laufzeit \(\Omega(n)\).
Beweisidee (Adversary-Argument):
Für fixen Algorithmus konstruieren wir die Instanz schrittweise. Auf jede Anfrage \(x_i\) des Algorithmus antworten wir mit \(0\), solange wir noch nicht \(n/2\) Nullen platziert haben. Sobald \(n/2\) Nullen platziert sind, füllen wir die restlichen Positionen mit \(1\) auf. Damit liest der Algorithmus mindestens \(n/2 + 1\) Eingabezahlen, bevor er eine \(1\) sieht.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Jeder deterministische Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem benötigt Laufzeit \(\Omega(n)\).
Beweisidee (Adversary-Argument):
Für fixen Algorithmus konstruieren wir die Instanz schrittweise. Auf jede Anfrage \(x_i\) des Algorithmus antworten wir mit \(0\), solange wir noch nicht \(n/2\) Nullen platziert haben. Sobald \(n/2\) Nullen platziert sind, füllen wir die restlichen Positionen mit \(1\) auf. Damit liest der Algorithmus mindestens \(n/2 + 1\) Eingabezahlen, bevor er eine \(1\) sieht.
Das ist ein typisches Adversary-Argument: Der "Gegenspieler" entscheidet die Eingabe erst während der Ausführung, immer so, dass der Algorithmus möglichst lange braucht. Da der Algorithmus deterministisch ist, weiss der Adversary genau, welche Position als nächstes gelesen wird, und kann sie auf \(0\) setzen.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Jeder deterministische Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem benötigt Laufzeit \(\Omega({{c1::n}})\).<br><br><b>Beweisidee (Adversary-Argument):</b> <br>Für fixen Algorithmus konstruieren wir die Instanz schrittweise. Auf jede Anfrage \(x_i\) des Algorithmus antworten wir mit {{c2::\(0\)}}, solange wir noch nicht \(n/2\) Nullen platziert haben. Sobald \(n/2\) Nullen platziert sind, füllen wir die restlichen Positionen mit \(1\) auf. Damit liest der Algorithmus mindestens {{c3::\(n/2 + 1\)}} Eingabezahlen, bevor er eine \(1\) sieht. |
| Extra |
|
Das ist ein typisches <b>Adversary-Argument</b>: Der "Gegenspieler" entscheidet die Eingabe erst während der Ausführung, immer so, dass der Algorithmus möglichst lange braucht. Da der Algorithmus deterministisch ist, weiss der Adversary genau, welche Position als nächstes gelesen wird, und kann sie auf \(0\) setzen. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Note 25: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: p,MlVR+5|=
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Welche Anteile von \(a \in [n-1]\) sind
Zertifikate dafür, dass \(n\)
nicht prim ist?
| Zertifikat | Bedingung an \(a\) | Anteil |
|---|
| Trivial | \(a \geq 2\) und \(a \mid n\) | \({{c1::> \tfrac{1}{n}}}\) |
| Euklid | \(\mathrm{ggT}(a, n) > 1\) | \({{c2::> \tfrac{1}{\sqrt{n}}}}\) |
| Fermat | \(a^{n-1} \not\equiv_n 1\) | {{c3::\(\geq \tfrac{1}{2}\), ausser \(n\) Carmichael}}
|
| Miller-Rabin | verletzt MR-Bedingung | {{c4::\(\geq \tfrac{3}{4}\) (\(n\) ungerade)}}
|
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Welche Anteile von \(a \in [n-1]\) sind
Zertifikate dafür, dass \(n\)
nicht prim ist?
| Zertifikat | Bedingung an \(a\) | Anteil |
|---|
| Trivial | \(a \geq 2\) und \(a \mid n\) | \({{c1::> \tfrac{1}{n}}}\) |
| Euklid | \(\mathrm{ggT}(a, n) > 1\) | \({{c2::> \tfrac{1}{\sqrt{n}}}}\) |
| Fermat | \(a^{n-1} \not\equiv_n 1\) | {{c3::\(\geq \tfrac{1}{2}\), ausser \(n\) Carmichael}}
|
| Miller-Rabin | verletzt MR-Bedingung | {{c4::\(\geq \tfrac{3}{4}\) (\(n\) ungerade)}}
|
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Welche Anteile von \(a \in [n-1]\) sind <b>Zertifikate</b> dafür, dass \(n\) <b>nicht prim</b> ist?<br><br><table style="border-collapse:collapse;border:1px solid;"><thead><tr><th style="border:1px solid;padding:4px;">Zertifikat</th><th style="border:1px solid;padding:4px;">Bedingung an \(a\)</th><th style="border:1px solid;padding:4px;">Anteil</th></tr></thead><tbody><tr><td style="border:1px solid;padding:4px;">Trivial</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">\(a \geq 2\) und \(a \mid n\)</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">\({{c1::> \tfrac{1}{n}}}\)</td></tr><tr><td style="border:1px solid;padding:4px;">Euklid</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">\(\mathrm{ggT}(a, n) > 1\)</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">\({{c2::> \tfrac{1}{\sqrt{n}}}}\)</td></tr><tr><td style="border:1px solid;padding:4px;">Fermat</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">\(a^{n-1} \not\equiv_n 1\)</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">{{c3::\(\geq \tfrac{1}{2}\), ausser \(n\) Carmichael}}<br></td></tr><tr><td style="border:1px solid;padding:4px;">Miller-Rabin</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">verletzt MR-Bedingung</td><td style="border:1px solid;padding:4px;">{{c4::\(\geq \tfrac{3}{4}\) (\(n\) ungerade)}}<br></td></tr></tbody></table> |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 26: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: pt-ci_M_
modified
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::7._Abschätzen_von_Wahrscheinlichkeiten::2._Die_Ungleichung_von_Chernoff
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)
- \(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\geq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::7._Abschätzen_von_Wahrscheinlichkeiten::2._Die_Ungleichung_von_Chernoff
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)
- \(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\geq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).
After
Front
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::7._Abschätzen_von_Wahrscheinlichkeiten::2._Die_Ungleichung_von_Chernoff
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)
- \(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::7._Abschätzen_von_Wahrscheinlichkeiten::2._Die_Ungleichung_von_Chernoff
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)
- \(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)
- \(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).<br>
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)<br><ol><li>\(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)</li><li>\(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\geq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)</li><li>\(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).</li></ol> |
Seien \(X_1, \ldots, X_n\) unabhängige Bernoulli-verteilte Zufallsvariablen mit \(\Pr[X_i = 1] = p_i\) und \(\Pr[X_i = 0] = 1 - p_i\).<br>
Dann gilt für \(X = \sum_{i=1}^{n} X_i\)<br><ol><li>\(\Pr[X \geq (1+\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c1::e^{-\frac{1}{3}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)</li><li>\(\Pr[X \leq (1-\delta)\,\mathbb{E}[X]] \;\leq\; {{c2::e^{-\frac{1}{2}\delta^2\,\mathbb{E}[X]} }}\) für alle \(0 < \delta \leq 1\)</li><li>\(\Pr[X \geq t] \;\leq\; {{c3::2^{-t} }}\) für alle \(t \geq 2e\,\mathbb{E}[X]\).</li></ol> |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::7._Abschätzen_von_Wahrscheinlichkeiten::2._Die_Ungleichung_von_Chernoff
Note 27: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: s=]4*X3Fbz
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Kleiner fermatscher Satz
Ist \(n \in \mathbb{N}\) prim, so gilt für alle \(a \in [n-1]\):\[a^{n-1} \equiv_n 1\quad\text{(bzw.} a^{n-1} = 1 \text{ in } \mathbb{Z}_n^*).\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Kleiner fermatscher Satz
Ist \(n \in \mathbb{N}\) prim, so gilt für alle \(a \in [n-1]\):\[a^{n-1} \equiv_n 1\quad\text{(bzw.} a^{n-1} = 1 \text{ in } \mathbb{Z}_n^*).\]
Folgt aus dem Satz von Lagrange: für die Gruppe \(\mathbb{Z}_n^*\) gilt \(a^{|\mathbb{Z}_n^*|} = 1\) für alle \(a \in \mathbb{Z}_n^*\). Da \(n\) prim, ist \(|\mathbb{Z}_n^*| = \varphi(n) = n - 1\).
Allgemeiner gilt für jedes \(n\) und jedes \(a \in \mathbb{Z}_n^*\): \(a^{\varphi(n)} \equiv_n 1\) (Satz von Euler).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
<b>Kleiner fermatscher Satz</b> <br>Ist \(n \in \mathbb{N}\) prim, so gilt für alle \(a \in [n-1]\):\[a^{n-1} \equiv_n {{c1::1}}\quad\text{(bzw.} a^{n-1} = 1 \text{ in } \mathbb{Z}_n^*).\] |
| Extra |
|
Folgt aus dem Satz von Lagrange: für die Gruppe \(\mathbb{Z}_n^*\) gilt \(a^{|\mathbb{Z}_n^*|} = 1\) für alle \(a \in \mathbb{Z}_n^*\). Da \(n\) prim, ist \(|\mathbb{Z}_n^*| = \varphi(n) = n - 1\).<br><br>Allgemeiner gilt für jedes \(n\) und jedes \(a \in \mathbb{Z}_n^*\): \(a^{\varphi(n)} \equiv_n 1\) (Satz von Euler). |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 28: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: t&2cm[5&m<
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Beim Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem ist \(T\) die Anzahl an Wiederholungen mit \(\Pr[T > k] = (1/2)^k\).
Was ist \(\mathbb{E}[T]\)? Gib zwei Herleitungen an.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::5._Üppige-Auswahl-Problem
Beim Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem ist \(T\) die Anzahl an Wiederholungen mit \(\Pr[T > k] = (1/2)^k\).
Was ist \(\mathbb{E}[T]\)? Gib zwei Herleitungen an.
\[\mathbb{E}[T] = 2.\]Erwartete Laufzeit des Algorithmus: \(O(1)\), unabhängig von \(n\).
Direkter Ansatz (über \(\mathbb{E}[T] = \sum_{k \geq 1} \Pr[T \geq k]\)):
\[\begin{gathered}\mathbb{E}[T] = \sum_{k=1}^{\infty} \Pr[T \geq k] = \sum_{k=1}^{\infty} \Pr[T > k - 1] = \sum_{k=1}^{\infty} \left(\tfrac{1}{2}\right)^{k-1}\\= 1 + \tfrac{1}{2} + \tfrac{1}{4} + \tfrac{1}{8} + \cdots = 2.\end{gathered}\]Indirekter Ansatz (Rekursion via Fallunterscheidung im ersten Versuch):
\[\mathbb{E}[T] = \Pr[x_i = 1] \cdot 1 + \Pr[x_i = 0] \cdot (1 + \mathbb{E}[T']),\]wobei \(T'\) die Anzahl an weiteren Wiederholungen ist, falls die erste fehlschlägt. Da \(T'\) und \(T\) gleichverteilt sind:
\[\mathbb{E}[T] = \tfrac{1}{2} \cdot 1 + \tfrac{1}{2}(1 + \mathbb{E}[T]) = 1 + \tfrac{1}{2}\mathbb{E}[T] \;\Longrightarrow\; \mathbb{E}[T] = 2.\]
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Beim Las-Vegas-Algorithmus für das Üppige-Auswahl-Problem ist \(T\) die Anzahl an Wiederholungen mit \(\Pr[T > k] = (1/2)^k\).<br><br>Was ist \(\mathbb{E}[T]\)? Gib zwei Herleitungen an. |
| Back |
|
\[\mathbb{E}[T] = 2.\]Erwartete Laufzeit des Algorithmus: \(O(1)\), unabhängig von \(n\).<br><br><b>Direkter Ansatz</b> (über \(\mathbb{E}[T] = \sum_{k \geq 1} \Pr[T \geq k]\)):<br>\[\begin{gathered}\mathbb{E}[T] = \sum_{k=1}^{\infty} \Pr[T \geq k] = \sum_{k=1}^{\infty} \Pr[T > k - 1] = \sum_{k=1}^{\infty} \left(\tfrac{1}{2}\right)^{k-1}\\= 1 + \tfrac{1}{2} + \tfrac{1}{4} + \tfrac{1}{8} + \cdots = 2.\end{gathered}\]<b>Indirekter Ansatz</b> (Rekursion via Fallunterscheidung im ersten Versuch):<br>\[\mathbb{E}[T] = \Pr[x_i = 1] \cdot 1 + \Pr[x_i = 0] \cdot (1 + \mathbb{E}[T']),\]wobei \(T'\) die Anzahl an weiteren Wiederholungen ist, falls die erste fehlschlägt. Da \(T'\) und \(T\) gleichverteilt sind:<br>\[\mathbb{E}[T] = \tfrac{1}{2} \cdot 1 + \tfrac{1}{2}(1 + \mathbb{E}[T]) = 1 + \tfrac{1}{2}\mathbb{E}[T] \;\Longrightarrow\; \mathbb{E}[T] = 2.\] |
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Note 29: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: tgqE9:PFcm
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Ein klassisches Beispiel für einen
Las-Vegas-Algorithmus ist
QuickSort: der Algorithmus sortiert
immer richtig, aber die konkrete Laufzeit hängt von der zufälligen Wahl der Pivot-Elemente ab.
Mit \(\mathrm{Partition}(A, \ell, r, p)\) sei eine Prozedur bezeichnet, die mit \(r - \ell\) Vergleichen \(A[\ell], \ldots, A[r]\) so umsortiert, dass links von \(A[p]\) alle kleineren und rechts alle grösseren Elemente stehen, und die Endposition \(t\) zurückgibt.
QuickSort(A, ℓ, r):
if ℓ < r:
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r}) # Pivot zufällig
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
QuickSort(A, ℓ, t-1)
QuickSort(A, t+1, r)Sei \(T_{\ell, r}\) die zufällige Anzahl an Vergleichen bei \(\mathrm{QuickSort}(A, \ell, r)\). Dann:
\[\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq
2(n+1) \ln n + O(n).\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Ein klassisches Beispiel für einen
Las-Vegas-Algorithmus ist
QuickSort: der Algorithmus sortiert
immer richtig, aber die konkrete Laufzeit hängt von der zufälligen Wahl der Pivot-Elemente ab.
Mit \(\mathrm{Partition}(A, \ell, r, p)\) sei eine Prozedur bezeichnet, die mit \(r - \ell\) Vergleichen \(A[\ell], \ldots, A[r]\) so umsortiert, dass links von \(A[p]\) alle kleineren und rechts alle grösseren Elemente stehen, und die Endposition \(t\) zurückgibt.
QuickSort(A, ℓ, r):
if ℓ < r:
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r}) # Pivot zufällig
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
QuickSort(A, ℓ, t-1)
QuickSort(A, t+1, r)Sei \(T_{\ell, r}\) die zufällige Anzahl an Vergleichen bei \(\mathrm{QuickSort}(A, \ell, r)\). Dann:
\[\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq
2(n+1) \ln n + O(n).\]
Im Worst Case ist die Laufzeit \(\Theta(n^2)\) (z.B. wenn das Pivot stets minimal oder maximal ist). Erwartet aber nur \(O(n \log n)\), und das unabhängig von der Eingabe, weil das Pivot zufällig gewählt wird.
Annahme im Beweis: alle Elemente von \(A\) sind paarweise verschieden, sodass \(t\) eindeutig ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Ein klassisches Beispiel für einen <b>Las-Vegas-Algorithmus</b> ist <b>QuickSort</b>: der Algorithmus sortiert {{c1::immer richtig}}, aber die konkrete Laufzeit hängt von der zufälligen Wahl der Pivot-Elemente ab.<br><br>Mit \(\mathrm{Partition}(A, \ell, r, p)\) sei eine Prozedur bezeichnet, die mit \(r - \ell\) Vergleichen \(A[\ell], \ldots, A[r]\) so umsortiert, dass links von \(A[p]\) alle kleineren und rechts alle grösseren Elemente stehen, und die Endposition \(t\) zurückgibt.<pre>QuickSort(A, ℓ, r):
if ℓ < r:
p ← Uniform({ℓ, ℓ+1, ..., r}) # Pivot zufällig
t ← Partition(A, ℓ, r, p)
QuickSort(A, ℓ, t-1)
QuickSort(A, t+1, r)</pre>Sei \(T_{\ell, r}\) die zufällige Anzahl an Vergleichen bei \(\mathrm{QuickSort}(A, \ell, r)\). Dann:<br>\[\mathbb{E}[T_{1,n}] \leq {{c2::2(n+1) \ln n + O(n)}}.\] |
| Extra |
|
Im Worst Case ist die Laufzeit \(\Theta(n^2)\) (z.B. wenn das Pivot stets minimal oder maximal ist). Erwartet aber nur \(O(n \log n)\), und das unabhängig von der Eingabe, weil das Pivot zufällig gewählt wird.<br><br>Annahme im Beweis: alle Elemente von \(A\) sind paarweise verschieden, sodass \(t\) eindeutig ist. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::2._Sortieren_und_Selektieren
Note 30: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: tw5dhN|-*-
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
\(PB_n\) ist eine {{c1::Untergruppe von \(\mathbb{Z}_n^*\)}}, denn\[a^{n-1} \equiv_n 1 \;\wedge\; b^{n-1} \equiv_n 1 \;\Longrightarrow\; (ab)^{n-1} \equiv_n 1.\]Folglich: ist \(n\) nicht Carmichael, dann ist \(|PB_n|\) ein {{c2::echter Teiler von \(|\mathbb{Z}_n^*|\)}}, also\[|PB_n| \leq {{c3::\frac{\varphi(n)}{2} \leq \frac{n-1}{2} }}.\]
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
\(PB_n\) ist eine {{c1::Untergruppe von \(\mathbb{Z}_n^*\)}}, denn\[a^{n-1} \equiv_n 1 \;\wedge\; b^{n-1} \equiv_n 1 \;\Longrightarrow\; (ab)^{n-1} \equiv_n 1.\]Folglich: ist \(n\) nicht Carmichael, dann ist \(|PB_n|\) ein {{c2::echter Teiler von \(|\mathbb{Z}_n^*|\)}}, also\[|PB_n| \leq {{c3::\frac{\varphi(n)}{2} \leq \frac{n-1}{2} }}.\]
Genau diese Schranke liefert die Fehlerwahrscheinlichkeit \(\leq \tfrac{1}{2}\) des Fermat-Tests für Nicht-Carmichael-Zahlen: \(\Pr[\text{Fehler}] = |PB_n|/(n-1) \leq \tfrac{1}{2}\).
Der Beweis nutzt den Satz von Lagrange: jede echte Untergruppe einer endlichen Gruppe hat höchstens halb so viele Elemente wie die Gruppe selbst.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
\(PB_n\) ist eine {{c1::Untergruppe von \(\mathbb{Z}_n^*\)}}, denn\[a^{n-1} \equiv_n 1 \;\wedge\; b^{n-1} \equiv_n 1 \;\Longrightarrow\; (ab)^{n-1} \equiv_n 1.\]Folglich: ist \(n\) <b>nicht</b> Carmichael, dann ist \(|PB_n|\) ein {{c2::echter Teiler von \(|\mathbb{Z}_n^*|\)}}, also\[|PB_n| \leq {{c3::\frac{\varphi(n)}{2} \leq \frac{n-1}{2} }}.\] |
| Extra |
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Genau diese Schranke liefert die Fehlerwahrscheinlichkeit \(\leq \tfrac{1}{2}\) des Fermat-Tests für Nicht-Carmichael-Zahlen: \(\Pr[\text{Fehler}] = |PB_n|/(n-1) \leq \tfrac{1}{2}\).<br><br>Der Beweis nutzt den Satz von Lagrange: jede echte Untergruppe einer endlichen Gruppe hat höchstens halb so viele Elemente wie die Gruppe selbst. |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 31: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: w;X(,bh1:N
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Die
multiplikative Gruppe modulo \(n\) ist\[\mathbb{Z}_n^* := {{c1::\{a \in [n-1] \mid \mathrm{ggT}(a, n) = 1\} }}\]mit Multiplikation mod \(n\). Sie ist eine Gruppe der Ordnung\[\varphi(n) := {{c2::|\mathbb{Z}_n^*|}}\quad\text{(eulersche Phi-Funktion)}.\]Spezialfälle:
- \(n\) prim: \(\mathbb{Z}_n^* = [n-1]\) und \(\varphi(n) = n - 1\).
- \(n = p^2\), \(p\) prim: \(\varphi(n) = p(p-1) = n - \sqrt{n}\).
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Die
multiplikative Gruppe modulo \(n\) ist\[\mathbb{Z}_n^* := {{c1::\{a \in [n-1] \mid \mathrm{ggT}(a, n) = 1\} }}\]mit Multiplikation mod \(n\). Sie ist eine Gruppe der Ordnung\[\varphi(n) := {{c2::|\mathbb{Z}_n^*|}}\quad\text{(eulersche Phi-Funktion)}.\]Spezialfälle:
- \(n\) prim: \(\mathbb{Z}_n^* = [n-1]\) und \(\varphi(n) = n - 1\).
- \(n = p^2\), \(p\) prim: \(\varphi(n) = p(p-1) = n - \sqrt{n}\).
Beispiele: \(\mathbb{Z}_9^* = \{1, 2, 4, 5, 7, 8\}\), \(\varphi(9) = 6\). \(\mathbb{Z}_7^* = \{1, 2, 3, 4, 5, 6\}\), \(\varphi(7) = 6\).
Konsequenz für den \(p^2\)-Fall beim Euklid-Test: \(\frac{|\mathbb{Z}_n^*|}{n-1} \approx 1 - \frac{1}{\sqrt{n}}\), die Fehlerrate ist also fast \(1\).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Die <b>multiplikative Gruppe modulo \(n\)</b> ist\[\mathbb{Z}_n^* := {{c1::\{a \in [n-1] \mid \mathrm{ggT}(a, n) = 1\} }}\]mit Multiplikation mod \(n\). Sie ist eine Gruppe der Ordnung\[\varphi(n) := {{c2::|\mathbb{Z}_n^*|}}\quad\text{(eulersche Phi-Funktion)}.\]Spezialfälle:<ul><li>\(n\) prim: \(\mathbb{Z}_n^* = [n-1]\) und \(\varphi(n) = {{c3::n - 1}}\).</li><li>\(n = p^2\), \(p\) prim: \(\varphi(n) = {{c4::p(p-1) = n - \sqrt{n}}}\).</li></ul> |
| Extra |
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Beispiele: \(\mathbb{Z}_9^* = \{1, 2, 4, 5, 7, 8\}\), \(\varphi(9) = 6\). \(\mathbb{Z}_7^* = \{1, 2, 3, 4, 5, 6\}\), \(\varphi(7) = 6\).<br><br>Konsequenz für den \(p^2\)-Fall beim Euklid-Test: \(\frac{|\mathbb{Z}_n^*|}{n-1} \approx 1 - \frac{1}{\sqrt{n}}\), die Fehlerrate ist also fast \(1\). |
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::3._Primzahltest
Note 32: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Cloze
GUID: |2|f7e7DL}
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Eine
Zufallsquelle liefert nach vorgegebener Verteilung zufällige unabhängige Zufallsbits oder -zahlen. Zwei Typen:
- Physikalische Zufallsgeneratoren: Lottozahlen, Geigerzähler, Rauschen, Quantenexperimente.
- Deterministische (Pseudo-)Zufallsgeneratoren: liefern, basierend auf einem Startwert (seed) \(s\), eine Folge \(s \to r_0(s), r_1(s), r_2(s), \ldots\) Das ermöglicht Reproduzierbarkeit, wenn man sich den Startwert merkt.
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Eine
Zufallsquelle liefert nach vorgegebener Verteilung zufällige unabhängige Zufallsbits oder -zahlen. Zwei Typen:
- Physikalische Zufallsgeneratoren: Lottozahlen, Geigerzähler, Rauschen, Quantenexperimente.
- Deterministische (Pseudo-)Zufallsgeneratoren: liefern, basierend auf einem Startwert (seed) \(s\), eine Folge \(s \to r_0(s), r_1(s), r_2(s), \ldots\) Das ermöglicht Reproduzierbarkeit, wenn man sich den Startwert merkt.
In der Analyse geht man von idealen Zufallsgeneratoren aus. Bei der Anwendung muss man aber berücksichtigen, dass Pseudo-Zufallsgeneratoren das nur näherungsweise leisten.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
|
Eine <b>Zufallsquelle</b> liefert nach vorgegebener Verteilung zufällige unabhängige Zufallsbits oder -zahlen. Zwei Typen:<ul><li><b>Physikalische Zufallsgeneratoren</b>: {{c1::Lottozahlen, Geigerzähler, Rauschen, Quantenexperimente::Beispiele?}}.</li><li><b>Deterministische (Pseudo-)Zufallsgeneratoren</b>: liefern, basierend auf einem {{c2::Startwert (seed)}} \(s\), eine Folge \(s \to r_0(s), r_1(s), r_2(s), \ldots\) Das ermöglicht {{c3::Reproduzierbarkeit, wenn man sich den Startwert merkt}}.</li></ul> |
| Extra |
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In der Analyse geht man von idealen Zufallsgeneratoren aus. Bei der Anwendung muss man aber berücksichtigen, dass Pseudo-Zufallsgeneratoren das nur näherungsweise leisten. |
Tags:
ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Note 33: ETH::2. Semester::A&W
Deck: ETH::2. Semester::A&W
Note Type: Horvath Classic
GUID: ~d57MCW=Q9
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei der Fehlerreduktion eines Las-Vegas-Algorithmus mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(\geq \varepsilon\) genügen \(N = \lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \rceil\) Wiederholungen, um \(\Pr[\text{korrekt}] \geq 1 - \delta\) zu erreichen.
Wie skaliert \(N\) in \(\delta\)? Was bedeutet das praktisch?
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ETH::2._Semester::A&W::2._Wahrscheinlichkeitstheorie_und_randomisierte_Algorithmen::8._Randomisierte_Algorithmen::1._Reduktion_der_Fehlerwahrscheinlichkeit
Bei der Fehlerreduktion eines Las-Vegas-Algorithmus mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(\geq \varepsilon\) genügen \(N = \lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \rceil\) Wiederholungen, um \(\Pr[\text{korrekt}] \geq 1 - \delta\) zu erreichen.
Wie skaliert \(N\) in \(\delta\)? Was bedeutet das praktisch?
\(N\) skaliert logarithmisch in \(\delta^{-1}\).
Praktisch: Um die Fehlerwahrscheinlichkeit um einen konstanten Faktor (z.B. von \(10^{-2}\) auf \(10^{-3}\)) zu reduzieren, sind nur konstant viele zusätzliche Iterationen nötig.
Beispiel \(\varepsilon = 0{,}25\): \(\delta = 10^{-1} \Rightarrow N = 10\), \(\delta = 10^{-2} \Rightarrow N = 19\), \(\delta = 10^{-3} \Rightarrow N = 28\), \(\ldots\) (jeweils \(+9\)).
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Front |
|
Bei der Fehlerreduktion eines Las-Vegas-Algorithmus mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(\geq \varepsilon\) genügen \(N = \lceil \varepsilon^{-1} \ln \delta^{-1} \rceil\) Wiederholungen, um \(\Pr[\text{korrekt}] \geq 1 - \delta\) zu erreichen.<br><br>Wie skaliert \(N\) in \(\delta\)? Was bedeutet das praktisch? |
| Back |
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\(N\) skaliert <b>logarithmisch</b> in \(\delta^{-1}\).<br><br>Praktisch: Um die Fehlerwahrscheinlichkeit um einen <b>konstanten Faktor</b> (z.B. von \(10^{-2}\) auf \(10^{-3}\)) zu reduzieren, sind nur <b>konstant viele zusätzliche Iterationen</b> nötig.<br><br>Beispiel \(\varepsilon = 0{,}25\): \(\delta = 10^{-1} \Rightarrow N = 10\), \(\delta = 10^{-2} \Rightarrow N = 19\), \(\delta = 10^{-3} \Rightarrow N = 28\), \(\ldots\) (jeweils \(+9\)). |
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Note 34: ETH::2. Semester::Analysis
Deck: ETH::2. Semester::Analysis
Note Type: Horvath Cloze
GUID: CuzVNVUfwp
modified
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ETH::2._Semester::Analysis::1._Logik,_Mengen,_Zahlen::3._Zahlen
Das Maximum, geschrieben \(\max(X)\), ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: \(\forall x \in X\) \(x \leq x_0\).
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ETH::2._Semester::Analysis::1._Logik,_Mengen,_Zahlen::3._Zahlen
Das Maximum, geschrieben \(\max(X)\), ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: \(\forall x \in X\) \(x \leq x_0\).
Das Minimum, geschrieben \(\min(X)\), ist entsprechend mit \(\geq\) definiert.
After
Front
ETH::2._Semester::Analysis::1._Logik,_Mengen,_Zahlen::3._Zahlen
Das Maximum, geschrieben \(\max(X)\), ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: \(\forall x \in X : x \leq x_0\) .
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ETH::2._Semester::Analysis::1._Logik,_Mengen,_Zahlen::3._Zahlen
Das Maximum, geschrieben \(\max(X)\), ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: \(\forall x \in X : x \leq x_0\) .
Das Minimum, geschrieben \(\min(X)\), ist entsprechend mit \(\geq\) definiert.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
<div>Das {{c1::<b>Maximum</b>}}, geschrieben {{c1::\(\max(X)\)}}, ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: {{c2::\(\forall x \in X\) \(x \leq x_0\)}}.</div> |
<div>Das {{c1::<b>Maximum</b>}}, geschrieben {{c1::\(\max(X)\)}}, ist ein Element \(x_0 \in X\) mit der folgenden Eigenschaft: {{c2::\(\forall x \in X : x \leq x_0\) }}.</div> |
Tags:
ETH::2._Semester::Analysis::1._Logik,_Mengen,_Zahlen::3._Zahlen
Note 35: ETH::2. Semester::Analysis
Deck: ETH::2. Semester::Analysis
Note Type: Horvath Cloze
GUID: NA&O,x/IQT
modified
Before
Front
ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):
- monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)\)
- streng monoton wachsend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)\)
- streng monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)\)
- (streng) monoton, falls \(f\) (streng) monoton wachsend oder (streng) monoton fallend ist.
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ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):
- monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)\)
- streng monoton wachsend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)\)
- streng monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)\)
- (streng) monoton, falls \(f\) (streng) monoton wachsend oder (streng) monoton fallend ist.
After
Front
ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):
- monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)\)
- streng monoton wachsend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)\)
- streng monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)\)
- (streng) monoton, falls \(f\) (streng) monoton wachsend oder (streng) monoton fallend ist.
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ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):
- monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)\)
- streng monoton wachsend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)\)
- streng monoton fallend, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)\)
- (streng) monoton, falls \(f\) (streng) monoton wachsend oder (streng) monoton fallend ist.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):<br><br><ul><li><i>monoton fallend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c1::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)}}\)</li><li><i>streng monoton wachsend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c2::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)}}\)</li><li><i>streng monoton fallend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c3::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)}}\)</li><li><i>(streng) monoton</i>, falls \(f\) {{c4::(streng) monoton wachsend <i>oder</i> (streng) monoton fallend}} ist.</li></ul> |
Sei \(f : X = \mathbb{D}(f) \subset \mathbb{R} \to \mathbb{R}\). Wir nennen \(f\):<br><ul><li><i>monoton fallend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c1::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) \geq f(x_2)}}\)</li><li><i>streng monoton wachsend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c1::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) < f(x_2)}}\)</li><li><i>streng monoton fallend</i>, falls \(\forall x_1, x_2 \in X: \;{{c1::x_1 < x_2 \Rightarrow f(x_1) > f(x_2)}}\)</li><li><i>(streng) monoton</i>, falls \(f\) {{c2::(streng) monoton wachsend <i>oder</i> (streng) monoton fallend}} ist.</li></ul> |
Tags:
ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Note 36: ETH::2. Semester::Analysis
Deck: ETH::2. Semester::Analysis
Note Type: Horvath Cloze
GUID: d`:*hpWRF9
modified
Before
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ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).
- \(f\) heisst nach unten beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
- \(f\) heisst beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c2::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
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ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).
- \(f\) heisst nach unten beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
- \(f\) heisst beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c2::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
Äquivalent: \(f\) ist beschränkt gdw. \(f\) ist sowohl nach oben als auch nach unten beschränkt.
After
Front
ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).
- \(f\) heisst nach unten beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
- \(f\) heisst beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
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ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).
- \(f\) heisst nach unten beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
- \(f\) heisst beschränkt, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.
Äquivalent: \(f\) ist beschränkt gdw. \(f\) ist sowohl nach oben als auch nach unten beschränkt.
Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).<br><br><ul><li>\(f\) heisst <i>nach unten beschränkt</i>, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.</li><li>\(f\) heisst <i>beschränkt</i>, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c2::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.</li></ul> |
Sei \(f: \mathbb{D}(f) \to \mathbb{R}\) mit \(\mathbb{D}(f) \neq \emptyset\).<br><ul><li>\(f\) heisst <i>nach unten beschränkt</i>, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(f(x) \geq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.</li><li>\(f\) heisst <i>beschränkt</i>, falls \(M \in \mathbb{R}\) existiert mit {{c1::\(|f(x)| \leq M\) \(\forall x \in \mathbb{D}(f)\)}}.</li></ul> |
Tags:
ETH::2._Semester::Analysis::4._Funktionen::1._Grundlagen
Note 37: ETH::2. Semester::Analysis
Deck: ETH::2. Semester::Analysis
Note Type: Horvath Cloze
GUID: MtKk|s)sx.
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Deleted Note
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ETH::2._Semester::Analysis::0._Nützliches
\(1 + x \le e^x\) oft nützlich.
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ETH::2._Semester::Analysis::0._Nützliches
\(1 + x \le e^x\) oft nützlich.
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Field-by-field Comparison
| Field |
Before |
After |
| Text |
\(1 + x \le {{c1::e^x::Exponential}}\) oft nützlich. |
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ETH::2._Semester::Analysis::0._Nützliches